Berührungspunkte



Meine Freude über die Schönheit der Natur ist ein Hauptthema meiner Arbeit als Künstlerin.
Die Pflanzen im Allgemeinen und die Blüten im Besonderen berühren mich in ihrer Anmut und Schönheit, Zartheit und Verletzlichkeit – das Zusammenspiel der Formen, der Blütenblätter und der Blüte selbst, die feinen Farbabstimmungen, die Farbenpracht, ihre Ursprünglichkeit und Vergänglichkeit überraschen mich jedes Jahr aufs Neue.

Die Blütenknospe, das Aufbrechen, Entfalten und Aufblühen der zarten Blütenblätter, die in der Hochzeit stehende Blüte umgarnt von sinnlichen Düften und Transparenz, sonnenbeschienen, im Wind gewogen – ein berauschendes Fest für die Sinne – und schließlich das Welken, der langsame Zerfall: ein Prozess, dem ich so viel Lebensweisheit abgewinne, der mich mit Respekt und Achtung erfüllt und mir immer wieder Zufriedenheit schenkt.

In meinen Arbeiten halte ich diese Beobachtungen und Empfindungen fest, die stillen Momente, das Staunen und Bewundern, das innere Aufleuchten, wenn ich teilhaben darf an den schönsten Schauspielen der Natur, auch wenn es ein ganz Kleines ist, meine Freude darüber und Dankbarkeit.

Und mit jedem Stückchen, dass ich von diesen großen und kleinen Wundern in mir selbst entdecke, fühle ich mich dem Sinn des Lebens ein bisschen vertrauter.

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